Freitag, 8. Mai 2015

Lost & Found – Irgendwo im Nirgendwo

Nowhere or paradise? Or both?!










Wir verlassen Bocas bei Regen und sehnen uns nach Sonnenschein und Wärme, zuerst erwartet uns aber erst einmal mehr Regen und Kälte im Dschungel, irgendwo im Nirgendwo, im Hostel „Lost & Found“. Dieses liegt auf dem Weg zwischen Almirante und David, in der Nähe eines Dörfchens namens Villa de la Mina. Wir klettern vollbepackt etwa 20 Minuten durch den Regen, aufwärts. Wir sind erschöpft und genervt und wollen möglichst schnell ins Warme. Da die dritte Nacht umsonst ist, wollten wir dies auch ausnutzen, was wir anfangs jedoch hinterfragen. Wir haben kein Essen mitgenommen und das einzig frische, das wir finden könnten, sind alte Paprika und Tomaten. Wir frieren nachts und auch am nächsten Morgen ist es kalt und regnerisch.
Ja, wir sind leicht erschöpft...
... und genervt! ;)



















Wir wandern zuerst einmal runter ins Tal, um etwas Obst und Gemüse zu holen. Schon etwas tiefer ist viel wärmer und sonniger, doch wir müssen wieder hoch – uns steht eine Schnitzeljagd bevor. Das Hostel bietet eine kostenlose „Treasure Hunt“ an, bei der man durch Lösen kleiner Rätsel quer durch den Dschungel geschickt wird. Wir treten unser Abendteuer zu fünft an und beenden es erfolgreich zu siebt. Unser Schatz: Schnaps am Abend in der Hostelbar und neue Freundschaften. Diese Wanderung hat uns zusammengeschweißt, alle hatten – trotz schlechtes Wetters – Spaß und durch Lösung des Rätsels erfahren wir am Ende auch interessantes über den Ort, an dem wir uns befinden.

"Treasure Hunt" durch den Dschungel


Von Hinweis...
... zu Hinweis...

 





 
... zu Riesenbäumen

... durch den Regenwald
... und zu mysteriösen Petroglyphen
... zu wilden Flüssen


 



 
We did it! :)
 

Belohnung an der Bar!
Abends wird in der Bar gefeiert und die tolle Gesellschaft lässt mich die Kälte fast vergessen. Die Atmosphäre im Hostel ist wirklich einzigartig. Aufgrund mangelnder Alternative (once again: wir sind wirklich im Nirgendwo) verbringt man  die Abende zusammen – wir trinken, lachen, feiern, spielen Karten oder Kicker oder mit Rocky, einem waschechten Hönigbär (ja, sowas gibt’s).

Impressionen vom Hostel
 







Tiere in unmittelbarer Nähe










Nette Mitarbeiter - Paco wears Paco!

Allerlei Regeln!

Überragender Ausblick auf Berge und Vulkane
 
 
Am letzten Tag gönnen Sue und ich uns eine Kaffeetour auf der organischen Farm von Don Cune. Wir lernen viele neue Pflanzen kennen, machen selbst Kaffee und einen Zuckerrohrsaft und werden rundherum versorgt mit Wissen und Leckereien. Auch wieder eine toller Tag mit neuen Erfahrungen, den ich nicht missen möchte.

Der Weg zur Farm












Don Cune himself

... und seine Tierchen


 Wir machen Kaffee
Die Früchte der Kaffepflanze
Wir stampfen...
 
... und sieben





















... und rösten
 

... und genießen
 


 Zuckerrohrsaft mit Chilli

Eine alte Zuckerrohrpresse
 






Zuckerrohrsaft ....

... plus Chilli...
(k)eine gute Idee?!? :)
Ich bin letztendlich doch froh, dass wir uns für Lost & Found entschieden haben. Dankbar für diese einzigartige Erfahrung und dafür, wieder einmal großartige Menschen kennengelernt zu haben, Natur ausgekostet und Wanderschuhe nützlich gemacht zu haben und zu erfahren, wie wenig man eigentlich braucht und wie widrige Umstände schwinden, wenn man mit den richtigen Leuten zusammen ist.
Mitte März machen Sue und ich uns mit einem Pärchen aus England auf Richtung Pazifik, endlich Richtung Sonne, Meer und Stand. Doch wieder einmal testet und Panama erst einmal, ob wir würdig sind, all das auch wirklich genießen zu dürfen. Zuerst müssen wir nämlich eine anstrengende, achtstündige Horrorfahrt überleben.

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